Grundsätzlich innovativ – Teil I: “Klangpassivität”

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Was bedeutet “Klangpassivität”?

Unter “Klangpassivität” verstehen wir bei 3BE Audio das grundsätzliche Konzept, die Klangwiedergabe unserer Aural Sculptures auf die größtmögliche “Authentizität” des gespielten Musikmaterials hin zu optimieren. Wir haben bewusst auf den Begriff “Resonanzfreiheit” in dieser Konzeptdefinition verzichtet, ebenso auf Begriffe wie “Originalklang” oder “Neutralität” als Ziel der Wiedergabe. Beide Begriffe sind im HiFi-Marketing bekanntlich arg strapaziert, und in ihrer Absolutheit weder theoretisch noch praktisch realisierbar.

Wann ist ein Lautsprecher “klangpassiv”?

Ein Lautsprecher ist auf perfekte Weise klangpassiv, wenn viele Hörer und Hörerinnen bei der Wiedergabe von Musikmaterial von unterschiedlichsten Künstlern, aus den unterschiedlichsten Genres, unter unterschiedlichsten Aufnahmebedingungen und mit den unterschiedlichsten Abspielgeräten den gemeinsamen Höreindruck teilen, dass ihnen die Wiedergabe “authentisch” vorkommt – also so, wie sich die Hörer und Hörerinnen die Situation der Entstehung dieser Musikaufnahmen vorstellen würden. Das bedeutet leider auch: Der “Beweis” der Klangpassivität eines Lautsprechers führt eher über eine statistische Annäherung an die höchst subjektiven Rückmeldungen von Hörern und Hörerinnen als über die Perfektionierung von – mehr oder weniger messbaren – technischen Daten. Tatsächlich ist die Entwicklung herausragender Lautsprecher ohne sorgfältiges Engineering und objektive Messungen kaum vorstellbar – allenfalls aus der Sicht ihrer enthusiastischen Entwickler oder phantasievollen Marketiers. Ebenso zeigt die Erfahrung aber auch, dass scheinbar herausragend konzipierte Lautsprecher oft genug ihr Publikum emotional nicht an sich binden können. Wir bei 3BE Audio gehen deshalb davon aus, dass die – durchaus bekannte – Physionomie des Hörsinns beim Menschen und die damit verbundene Sinneserfahrung (noch) keine Entsprechung auf der Seite der Lautsprecherentwicklung gefunden hat. Insbesondere die Sinneserfahrung, d.h. die emotionale Berührung eines Menschen durch das Gehörte, basiert offenbar auf einer viel komplexeren Wahrnehmung als die “nur” von Frequenzen und Zeitkonstanten. Auch deswegen ist wohl das Live-Erlebnis einer musikalischen Darbietung immer wieder jeder Vorführung von noch so teuren HiFi-Anlagen überlegen. “Klangpassiv” als Aufgabe für den Entwickler eines Lautsprechersystems bedeutet also nichts weniger, als ein theoretisch tadelloses technisches Konzept darüber hinaus und konsequent dem Dienst an der authentischen Wiedergabe aus dem Empfinden des Auditoriums heraus unterzuordnen.

Was ist “authentische Musikwiedergabe”?

3BE Audio hat sich also der “authentischen Musikwiedergabe” verpflichtet. Wie können die Entwickler bei 3BE Audio feststellen, wann die Musikwiedergabe tatsächlich authentisch ist? Die einfache Antwort auf diese Frage würde selbst Bernd als Mastermind bei 3BE schwer fallen. Letztendlich können wir einem Lautsprecher authentische Musikwiedergabe nur dann bescheinigen, wenn die unterschiedlichsten Aufnahmen mit unterschiedlichsten Künstlern, aus verschiedenen Genres, Dekaden und Aufnahmesituationen jeweils bei verschiedenen Hörerinnen und Hörern den Eindruck erwecken, dass diese die jeweilige Situation bei der Entstehung der Aufnahme quasi vor ihrem geistigen Auge nachvollziehen können. Stimmen die Proportionen der beteiligten Instrumente und Stimmen? Sind die Distanzen zwischen Instrument oder Sängerin/ Sänger zum Aufnahmemikrofon nachvollziehbar? Oder befinde ich mich als Hörerin/ Hörer scheinbar sogar am Platz eines stillen Zeugen des Musikereignisses? Im Einzelfall einer speziellen Aufnahme, die wir lieben und in- und auswendig kennen, fällt uns dieses Urteil üblicherweise relativ leicht. Das hängt allerdings zunächst damit zusammen, dass wir genau diese Aufnahme in einer nur für uns erfahrbaren “perfekten” Weise hören wollen. Wir leisten damit einer bestimmten Klangabstimmung unseres zwangsläufig bevorzugten Lautsprechersystems Vorschub. Schaut man sich diese Beurteilungen von vielen verschiedenen Hörern und Hörerinnen an, oder wechselt man bei demselben Publikum, das eben noch begeistert Pink Floyd gehört hat, zur Chormusik von Johann Sebastian Bach, wird die einhellig positive Bewertung derselben Lautsprechersysteme ungleich schwieriger. Andererseits besteht genau in diesen Vergleichen “über Kreuz” für unsere Entwickler eine große Chance. Denn kommen hinreichend viele verschiedene Hörerinnen und Hörer bei den unterschiedlichsten Hörproben zu dem gemeinsamen Urteil: “Ja, so könnte es gewesen sein, als sie meine Lieblingsmusik aufgenommen haben.”, dann können wir wohl begründet davon ausgehen, dass unsere Aural Sculpture den Originalaufnahmen im Allgemeinen weder eine eigene Färbung noch die Betonung oder Vernachlässigung relevanter Aufnahmedetails zumisst. Ob der Künstler oder Toningenieur das Original genauso gehört hat wie unser Auditorium, ist damit nicht beweisbar, denn niemand sonst war bei der Aufnahme zugegen. Entscheidend ist vielmehr das Gefühl von Authentizität, das unsere Hörer und Hörerinnen beim Zuhören empfinden, und das ihnen und uns dieses unvergleichliche Gefühl der Teilhabe am musikalischen Geschehen vermittelt.

Worin unterscheiden sich die Philosophien der Aural Sculptures und anderer Lautsprechersysteme?

Der Markt für hochwertige Lautsprechersysteme ist auch für Experten kaum vollständig überschaubar. Um die Gunst der Hörerinnen und Hörer ringen nicht nur sehr viele hoch qualifizierte Anbieter sondern auch eine ganze Reihe technischer Konzepte. Hornlautsprecher, Breitbandlautsprecher, Biegewellenwandler, Dipolstrahler, aktive und passive Konzepte und viele mehr haben jeweils ihre Fans – oder Kritiker. All diese technischen Konzepte haben jedoch gemeinsam, dass sie von den Limitierungen geprägt sind, die mit der Herstellung des Lautsprechergehäuses als zusammengesetzte Konstruktion aus Plattenmaterial vorwiegend aus Holz verbunden sind, also nach ähnlichen Mustern entstehen wie viele Musikinstrumente. Während bei letzteren in diesen teilweise kunstvollen Fertigungsprozessen erst die Resonanzkörper geschaffen werden, die den Instrumenten ihre charakterischen Klänge verleihen – Klavier oder Violine beispielsweise, “kämpft” der Entwickler der Lautsprecherboxen im Idealfall um die vielbeschworene Resonanzfreiheit der Gehäuse, oft allerdings auch in Kombination mit der gezielten Ausnutzung von Resonanzen in der Bauform, z.B. bei Hornlautsprechern. So haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Philosophien und Präferenzen hinsichtlich der klanglichen “Einordnung” und der zugehörigen Kundschaft entwickelt, die charakteristisch für den jeweiligen Schwerpunkt bzw. die Vorzüge des entsprechenden technischen Konzeptes sind: Hornlautsprecher mit ihrem Ruf einer eher warmen und schmeichelnden Klangtönung, Dipol-Lautsprecher mit dem Ziel, die Klangbühne “diffus” zu erweitern oder Kompaktlautsprecher mit ihrem typischen “satten” Tiefmitteltonbereich und brillanten Höhen. Erstaunlicherweise fristen übrigens die sogenannten Studiomonitore, also die Lautsprecher, die für den Toningenieur zur Herstellung einer Musikaufnahme unter dem Gesichtpunkt “maximale Neutralität” insbesondere im Frequenzgang entwickelt werden, auf dem HiFi-Markt ein Schattendasein, da ihnen Hörerinnen und Hörer “zu Hause” – abgesehen vom meist eher nüchternen Äußeren – oftmals ein zu “analytisches” Klangbild attestieren.

Das außergewöhnliche Konzept zur Klangpassivität der Aural Sculptures und seine elementaren Unterschiede zu denen des “herkömmlichen” Boxenbaus erlauben es uns bei 3BE Audio, unsere Philosophie der authentischen Klangwiedergabe in unserem 3BE-Claim “be true” zu postulieren. Die technischen Aspekte der Klangpassivität von Aural Sculptures erläutern wir ausführlich in einem der nächsten Beiträge zu diesem Blog.

wichtigste Erfindung von Aural Sculptures ist ein wirklich nahtloser Körper. Nahezu freie Gestaltungsmöglichkeiten und ein vielseitiges Produktionsverfahren gelten nicht nur für die äußere Formgebung, sondern auch für das Innere des Gehäuses. Letzteres ermöglicht die Optimierung des inneren Frequenzgangs auf bestimmte Signale durch die Lautsprecher. Herkömmliche Lautsprecherboxen werden oft mit vordefinierten Innenabmessungen konstruiert und aus einfachen Brettern gefertigt, was zu typischen Designeinschränkungen bei der Herstellung führt. Diese regulären Lautsprecherboxen werden möglicherweise auf bestimmte Frequenzbereiche überreagieren, was sich negativ auf die Leistung der Treiber in Bezug auf Genauigkeit und tonale Ausgewogenheit auswirkt. Die Berücksichtigung der Dämpfung und Absorption innerer Resonanzen und die Berücksichtigung des erforderlichen Luftvolumens zur Aufrechterhaltung der Dynamik der Lautsprecher (insbesondere im mittleren und tiefen Frequenzbereich) ist eine der vielen Fähigkeiten, die Designer*innen von High-End-Lautsprecherboxen haben müssen. Aural Sculptures haben aufgrund ihrer außergewöhnlichen Formgebung im Allgemeinen eine große, fast unberechenbare Bandbreite an Innenwandabständen. Dieses Konstruktionsprinzip verhindert Verzerrungseffekte im inneren Frequenzgang und reduziert somit die negativen Auswirkungen auf die vom Lautsprechertreiber abgegebenen akustischen Signale.

Was hat es mit der Resonanz und den Auswirkungen auf den Klang auf sich?

Ein weiteres großes Hindernis, mit dem jede herkömmliche Lautsprecherbox zu kämpfen hat, ist die Resonanz des Gehäuses. Was für die charakteristischen Klangnuancen von Musikinstrumenten wie Geigen oder Klavieren wesentlich ist, trägt kaum zur akkuraten Musikwiedergabe bei. Jede einzelne Platine in einem Boxengehäuse schwingt mit einem eindeutigen Spektrum, dass durch die Befestigung an anderen Gehäuseteilen beeinflusst wird, was zu Komplikationen führt. Solche Resonanzen stören direkt den Klang der Lautsprecherchassis. Je größer die Außenfläche einer Lautsprecherbox und je mehr Teile in einer Baugruppe verwendet werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit hörbarer Störeffekte. Die Verzerrungen können selbst bei hochwertigen Lautsprechern ein akzeptables Maß überschreiten, wenn die betroffenen Wandresonanzen durch entsprechende Sockel oder Halterungen auf Böden oder Wände übertragen werden. Abgesehen von jedem großartigen Industriedesign und jeder Kunst gibt es eine allgemeine Vorstellung: Je solider die Wände, desto besser. Die Qualität vieler High-End-Lautsprecherboxen lässt sich oft am Gewicht ablesen. Die massive Bauweise schließlich reduziert die unangenehme Vermischung von Innen- und Außengeräuschen.

Vermeidung von unerwünschter Resonanz durch Schallpassivität

Aural Sculptures machen es anders. Ihr nahtloser Körper bildet ein wirklich dreidimensionales, selbst-stabilisierendes integriertes Werkstück, was zu einem unspezifischen Frequenzgang und Resonanzverhalten führt, dass auf natürliche Weise keine Bedeutung hat. Dieses vorteilhafte Prinzip der natürlichen Klangpassivität wird durch entsprechende Materialien und Verfahren noch verstärkt. Ähnlich wie bei Beton besteht der Körper aus einem pulverförmigen Materialverbund, der eine ungerichtete Schalldurchlässigkeit bewirkt, die mindestens drei- bis viermal geringer ist als bei Holzwerkstoffen. Dies führt zu insgesamt leichten Konstruktionen mit Mindestanforderungen an die Wandstärke von weniger als 1 cm (0,4 Zoll).

Schlussfolgerung

Sicher, es gab in den vergangenen Jahrzehnten in der HiFi-Welt zahlreiche High-End-Lautsprecherboxen von zeitloser Schönheit und mit exquisiten Musikwiedergabequalitäten. Einige unserer Favoriten (und Idole) finden Sie in unserer heißen Liste (in Kürze). Durch die Nutzung des Potenzials der additiven Fertigung und des Designs sind es jedoch die Aural Sculptures von 3BE Audio, die Ihre Lieblingsmusik mit Leichtigkeit, Glanz und Anmut enthüllen.

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Bernd Marsch
Bernd Marsch
Bernd is a graduate engineer with an additional long-time career in business controlling and managing director plus founder of 3BE. Music has always been his passion, and now he is in the fortunate position to pump up the volume with professional excuse. At 3BE, Bernd cares for general management and quality of sound.