Bernd Marsch – Gründer von 3BE Audio

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Die Leidenschaft für das Klangerlebnis

Bernd Marsch, Jahrgang 1966, kann als Kopf des Teams hinter den Aural Sculptures von 3BE Audio bezeichnet werden. Bernd befasst sich seit über 40 Jahren mit Musikwiedergabe – und natürlich mit Musikhören. Er baute seine ersten Lautsprechergehäuse zu Schulzeiten und entwickelte das erste Paar für zahlende Kunden während seines Studiums. Bis in die 90er experimentierte er sowohl auf der Basis verfügbarer Literatur als auch mit computerbasierten Methoden der Berechnung und Simulation.

“Ich bin ein Kind der 80er. Ich leistete mir regelmäßig einschlägige Fachmagazine wie die Audio oder die Hifi-Visionen. Ich bewunderte – den mir persönlich völlig unbekannten – Harald Kuppek für sein Privileg des Remastering für die Stereoplay-Sampler, und ich träumte von der Teilnahme an den Hörproben in den Labors der großen Lautsprecherhersteller.”
Doch zunächst schlug Bernd seinen berufliche Karriereweg in der Chemischen Industrie ein.

Ist das wirklichh neu?

“Ich wurde vom Hobby-Hifi-Erfinder zum Hifi-Konsumenten. Dabei kam es mir zunehmend komisch vor, dass quasi alle drei Monate eine neue Edition an High-End-Lautsprechern auf den Markt kommt, die vermeintlich so viel besser sei als hunderte anderer Lautsprechertypen zuvor. Mir schienen grundsätzliche Neuerungen – abgesehen von spektakulären Einzelfällen wie von German Physiks – eher rar gesät und noch seltener von dauerhafter Präsenz.”

Bernds Leidenschaft für den Lautsprecherbau wurde nach 2010 aber neu entfacht: “Digitale Raumklangkorrektur, Streaming und andere elektronische Eingriffe in die Signalverarbeitung etablierten sich auch im High-End-Bereich. Selbst eingefleischte Verfechter der idealen analogen Kette mit unfassbar schönen und teuren Musikanlagen kamen ins Grübeln, wenn wir in meinem recht durchschnttlichen Wohnzimmer zusammen über einen Lyngdorf-Prozessor Musik hörten. Es tat sich offensichtlich was.”

3D-Druck gab den letzten Anstoss

Den Ausschlag für die Unternehmung “3BE” gab allerdings Bernds berufliche Befassung mit dem Thema “Additive Herstellverfahren”. “In meinem Unternehmen hatten wir verschiedene Investitionsvorhaben zur Herstellung neuer Stoffe für die Verwendung im 3D-Druck zu prüfen. In diesem Zusammenhang wurden die Möglichkeiten der additiven Herstellverfahren offensichtlich: Neue Freiheiten in der Formgebung für Objekte, dabei grundsätzlich andere Entwicklungs- und Designkriterien, neue Werkstoffe, Individualisierung statt Serie.“

Bernd entwarf – in 2016 zunächst noch als Nebenbeschäftigung – ein erstes Konzept für ein Lautsprechergehäuse, das so viele der verschiedenen Vorteile additiver Herstellverfahren in sich vereinigen sollte wie möglich. Und erreichte damit die Qualitätsstandards der obersten Liga von High-End-Lautsprechern für Home-Hifi. “Ich hatte viele Beratungen mit höchst qualifizierten Partnern, und immer öffneten sich eher mehr neue Möglichkeiten als sich Limitierungen im grundsätzlichen Konzpt ergaben.”

Das Ziel: Nachhaltige Innovation

Es war nun klar, dass das technische Konzept funktionieren würde. Auch jetzt besteht die größte Schwierigkeit hauptsächlich darin, für die verschiedenen Möglichkeiten im Einzelnen die richtigen Prioritäten zu setzen. “Wir haben sicher deutlich mehr Umsetzungsideen als -ressourcen.” Seit 2020 hat Bernd seine Konzernkarriere aufgegeben und widmet sich ausschließlich der Weiterentwicklung der 3BE-Idee. “Mit dem, was wir bis heute erreicht haben, können wir unseren Kunden – und ggf. deren Kunden – etwas Außergewöhnliches und Exklusives von überragender Funktionalität anbieten. Eine gute Position für die Zukunft.”

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