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Öffentliche Premiere:

AIRÉAN

28.+29. November, Sheraton Airport Hotel, Düsseldorf

Inhalt

The three needs to be 3BE

Die wesentlichen Ansprüche der Unternehmung 3be audio, die auch namensgebend sind.

BE true, BE courageous, BE exceptional

Der Name unserer Unternehmung ist 3be audio. Unsere Mission ist es, Liebhabern und Liebhaberinnen die lebendigste und gefühlvollste Wiedergabe ihrer Musiksammlung zu schenken. Aural Sculptures und weitere von uns angebotene Gerätschaften zum Abspielen von Audioquellen sollen die aufregendste Klangbühne für JEDE Art von Musikaufnahme entstehen lassen. Dieser Anspruch umfasst auch die visuelle Erscheinung der entsprechenden Ausrüstung, die bei der Betrachtung die Gedanken des Hörers/ der Hörerin weg von der häufig technischen bzw. analytischen Konnotation von HiFi führen soll. Hier nun die 3 „To-BEs“ im einzelnen.

BE true

Unser erster Leitsatz beschreibt die akustischen Entwicklungsprinzipien, auf denen unsere Produkte basieren.

„Der reine Klang“ gehört zu den bekanntesten Werbeversprechen der Audiobranche. Ebenso geläufig ist das Credo vieler Hersteller im High-End-Bereich: „Eliminiere jeden Einfluss im Signalweg, der die Integrität des Originalsignals messbar verändert.“ Wir bei 3BE sind überzeugt, dass weder die eine noch die andere Aussage der Realität der Audiowiedergabe gerecht wird – und ebenso wenig den entscheidenden Faktoren, die Musik zu einem emotionalen Erlebnis machen.

Denn woran erkennen wir eigentlich, ob eine Wiedergabe „rein“ ist? Was ist unser Maßstab? Selbstverständlich teilen auch wir die grundlegende Überzeugung, dass Audiokomponenten dem ihnen anvertrauten Signal möglichst nichts Eigenes hinzufügen sollten. Aus einer ganzheitlichen Perspektive greift dieser Anspruch jedoch zu kurz – ja, er erscheint uns sogar naiv: Das auf einem Tonträger gespeicherte Signal wird auf seinem Weg zu unseren Ohren unzählige Male verändert. Es wird ausgelesen, gewandelt, verstärkt, von Lautsprechern in Schall umgesetzt, durch den Hörraum beeinflusst und schließlich von unserem Gehör verarbeitet – einem Sinnesorgan, das bei jedem Menschen einzigartig ausgeprägt ist. Hinzu kommt, dass wir niemals exakt das hören können, was einst der Toningenieur im Aufnahmestudio gehört hat. Das Versprechen eines „reinen Klangs“ lässt sich daher im absoluten Sinne gar nicht einlösen. Die entscheidenden Einflussgrößen liegen meist außerhalb dessen, was Audiotechnik überhaupt kontrollieren kann: Es gibt keine perfekten elektromechanischen Wandler, keinen idealen Hörraum und keine Möglichkeit, die ursprünglichen Aufnahmebedingungen vollständig als Referenz heranzuziehen.
Vor allem aber hört jeder Mensch anders. Die Psychoakustik hat eindrucksvoll gezeigt, wie individuell unser Hörvermögen ausgeprägt ist. Obwohl sich Schall objektiv messen lässt, entzieht sich seine Wahrnehmung einer vollständigen Beschreibung durch physikalische Größen.Im Zusammenhang mit musikalischem Wohlklang kommt deshalb kaum eine Aussage der Wahrheit näher als der Satz: „Wahrnehmung ist Realität“.

Vielleicht erklärt genau das, warum wir – ebenso wie viele Freunde und Kollegen der High-End-Szene – in den vergangenen Jahrzehnten so viele faszinierende Wiedergabetechnologien kennengelernt haben, ohne dass sie uns dauerhaft musikalisch berührt hätten. Die eine Anlage „klang hervorragend mit Jazz“, eine andere überzeugte durch „ihren wunderbaren Mittenbereich und die Stimmenwiedergabe“. Solche Beobachtungen mögen aus analytischer Sicht zutreffen – sie erklären jedoch nicht, warum manche Systeme uns emotional mitreißen, während andere lediglich technisch beeindrucken.

Deshalb haben wir bei 3BE bewusst noch einmal ganz von vorne begonnen: Was macht das Hören von Musik eigentlich zu einem besonderen Erlebnis? Warum berührt uns eine Aufnahme emotional? Und wie lässt sich daraus ein allgemeingültiger Qualitätsanspruch für unsere Produkte ableiten? Nach vielen Jahren der Entwicklung, des Hörens und des Diskutierens haben wir unsere Antwort auf einen einfachen Satz verdichtet:

„Wir möchten beim Musikhören das Gefühl haben, der ursprünglichen Aufnahme live beizuwohnen – unabhängig von Musikgenre und Aufnahmequalität.“

Wir möchten uns virtuell durch die Klangbühne bewegen können, einzelne Instrumente und Musiker wahrnehmen, ihre Rollen im musikalischen Geschehen nachvollziehen und die Atmosphäre während des jeweiligen Aufnahmegeschehens erfühlen können. Kurz gesagt:

„Authentische Musikwiedergabe.“

Uns ist bewusst, dass dieser Anspruch subjektive Eindrücke ausdrücklich mit einschließt. Deshalb werden sämtliche Entwicklungs- und Konstruktionsentscheidungen bei 3BE nicht nur messtechnisch überprüft, sondern kontinuierlich durch umfangreiche Hörvergleiche mit wechselnden Hörergruppen begleitet.

Im Mittelpunkt unserer Entwicklungsarbeit stehen die physikalischen Grundlagen der Schallübertragung – von der elektromechanischen Signalwandlung im Lautsprecherchassis bis hin zum Einfluss eines typischen Wohnraums auf das Hörerlebnis. Gerade in diesem Bereich stoßen selbst moderne mathematische Modelle an ihre Grenzen. Simulationen, Gehäuseberechnungen oder Frequenzgangmessungen sind unverzichtbare Werkzeuge der Entwicklung, bilden die komplexe physikalische Realität jedoch immer nur näherungsweise ab. Für uns sind Simulationen deshalb der Ausgangspunkt – niemals das Ziel des Entwicklungsprozesses. Jede wesentliche Konstruktionsentscheidung wird durch zahlreiche praktische Versuche, wiederholte Messungen und intensive Hörtests in unserer Entwicklungswerkstatt überprüft. Nicht selten führen diese Erfahrungen zu anderen Schlussfolgerungen, als sie allein aus perfekt linearen Messkurven abzuleiten wären.

In der abschließenden Entwicklungsphase wird schließlich ein möglichst vielfältiges Publikum zu einem ebenso wichtigen Maßstab wie unsere Messtechnik. Erst wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen musikalischen Vorlieben – und keineswegs nur ausgewiesene HiFi-Experten – gleichermaßen Freude an einer Neuentwicklung haben, gewinnen wir das Vertrauen, unserem Ziel einer authentischen Musikwiedergabe wirklich nähergekommen zu sein. Dieser Weg ist aufwendig und selten geradlinig. Am Ende schenkt er uns jedoch etwas, das keine Messkurve vermitteln kann: Die Gewissheit, dass sich ein Produkt nicht nur technisch richtig verhält, sondern sich auch richtig anfühlt.

BE courageous

Unser zweiter Leitsatz beschreibt unseren Anspruch an Innovation. Seine Wurzeln sind zunächst eher konservativ:
In Entwicklung und Fertigung setzen wir ausschließlich auf Verfahren und Werkzeuge, deren Zuverlässigkeit sich über viele Jahre bewährt hat. Für elektronische wie mechanische Komponenten wählen wir bewusst langlebige Materialien und hochwertige Bauteile. Eingekaufte Komponenten werden vor ihrer Einlagerung mehrfach vermessen und – wo sinnvoll – paarweise selektiert. Etc.

Gleichzeitig dürfte aus dem vorherigen Kapitel deutlich geworden sein, dass wir bestehende Normen und Konventionen nicht als unumstößliche Wahrheiten betrachten. Wir hinterfragen ihre Aussagekraft ebenso wie ihre Grenzen und sind bereit, dort neue Wege zu gehen, wo klassische Messgrößen allein keine zufriedenstellenden Antworten liefern. Dazu gehört auch die Bereitschaft, subjektive Höreindrücke ernst zu nehmen, mit unvollständigen Modellen zu arbeiten und neue Lösungen durch Versuch und Irrtum zu entwickeln. Dieser Mut ist für uns die Voraussetzung jeder wirklichen Innovation. Denn wer seine Entwicklung ausschließlich an normierten Kennwerten orientiert, wird zwangsläufig nur das verbessern, was sich bereits messen lässt – nicht jedoch das, was Musik letztlich erlebbar macht.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die digitale Korrektur der Raumakustik. Dieses Thema ist zwar nicht unsere eigene Erfindung, berührt jedoch unmittelbar unseren ersten Leitsatz „BE true“. Wir wollen nicht den Anspruch an die Freunde des guten Klanges erheben, dass sich ihre Wohnräume den Anforderungen eines akustisch perfekten Hörstudios unterordnen müssen. Musik wird in Wohnräumen gehört – nicht in Messlaboren. Die Erfahrungen mit verschiedenen Systemen zur digitalen Raumkorrektur (DSP), die wir in unserem bewusst nicht perfekten Hörraum einsetzen und erproben, haben uns zunehmend beeindruckt. Frühere Vorbehalte gegenüber diesem tiefgreifenden Eingriff in die gesamte Übertragungsfunktion haben wir deshalb aufgegeben. Ja – wir stellen das Dogma,
„Eliminiere jeden Einfluss im Signalweg, der die Integrität des Originalsignals messbar verändert.“ hinter die Erkenntnis zurück, dass die Raumakustik den mit Abstand größten Einfluss auf das Klangerlebnis besitzt. Es ist Fakt, dass die Klangqualität in einem Raum durch DSP verbessert werden kann, aber natürlich nicht die Qualität der Wiedergabegeräte selbst. Sie verbessert die Qualität ihrer Wiedergabe nur unter den konkreten Bedingungen eines individuellen Hörraums. Für jeden Musikliebhaber/ jede Musikliebhaberin kann sie deshalb eine ausgesprochen sinnvolle Investition sein – sei es, um das volle Potenzial seiner/ ihrer Anlage auszuschöpfen oder ihre tatsächlichen Grenzen überhaupt erst sichtbar beziehungsweise hörbar zu machen. Wir verfolgen die weitere Entwicklung dieser Technologien und Algorithmen mit großem Interesse.

Unser eigener Schwerpunkt liegt heute vor allem auf den physikalischen Grundlagen der Lautsprecherentwicklung – insbesondere auf dem optimalen Zusammenspiel von Lautsprecherchassis und Gehäuse. Die rasanten Fortschritte in der additiven Fertigung sowie in der mehrdimensionalen Simulation von Festkörperstrukturen und Strömungen eröffnen Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch kaum denkbar gewesen wären. Dadurch lassen sich Geometrien und konstruktive Lösungen realisieren, die mit klassischen Fertigungsverfahren entweder gar nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand umsetzbar wären. Gleichzeitig befindet sich dieses Entwicklungsfeld noch immer in einem dynamischen Wandel. Zwischen einer überzeugenden Idee, ihrer industriellen Fertigung und einer dauerhaft reproduzierbaren Qualität liegen zahlreiche technische Herausforderungen. Viele Verfahren, Materialien und Fertigungsstandards entwickeln sich derzeit noch weiter. Dennoch ist es uns bereits gelungen, erste Konzepte erfolgreich in die Praxis zu übertragen. Das Ergebnis nennen wir Aural Sculptures – unsere Innovation.

BE exceptional

Nachdem wir unseren Anspruch an die akustischen Eigenschaften unserer Produkte definiert hatten, lag der nächste Schritt auf der Hand: Wir wollten auch ihre äußere Erscheinung neu denken. Heute beobachten wir zwei gegensätzliche Ansätze, wenn Audiotechnik ihren Platz im Wohnraum findet. Die einen möchten Lautsprecher, Elektronik und Kabel möglichst unsichtbar machen. Die anderen inszenieren ihre HiFi-Anlage bewusst als sichtbares Statement – als Ausdruck ihrer Leidenschaft für die Technik. Als HiFi-Enthusiasten fühlen wir uns durchaus der zweiten Haltung verbunden. Dennoch sehen wir darin eine Herausforderung. Denn die Faszination für außergewöhnliche Technik soll nicht zum Selbstzweck werden. Die Technik soll das Hörerlebnis ermöglichen – nicht von ihm ablenken.

Im Lautsprecherbau eröffnen additive Herstellverfahren heute völlig neue gestalterische Möglichkeiten. Form, Größe und Oberflächen der Lautsprechergehäuse lassen sich nahezu frei gestalten, nicht nur zur Realisierung des akustischen Optimums, sondern auch hinsichtlich ihrer visuellen Präsenz. Sie können somit harmonisch in ein übergeordnetes Interieur eingepasst werden oder als eigenständige Exponate inszeniert werden. So entstand die Idee unserer Aural Sculptures. Wir verstehen sie nicht als klassische High-End-Lautsprecher, sondern als skulpturale Objekte – Unikate, die Technik, Handwerk und Kunst vereinen. Ihre Gestaltung beginnt dabei immer bei der Musik, der sie dienen sollen. Ihre endgültige Form jedoch entsteht mit den Vorstellungen und der Persönlichkeit der Menschen, für die sie geschaffen werden. Der Betrachter/ die Betrachterin sieht keinen Lautsprecher mehr, er/ sie sieht Inspiration. Darin liegt die Bedeutung unseres „außergewöhnlichen“ Leitsatzes.

Die wesentlichen Ansprüche der Unternehmung 3be audio, die auch namensgebend sind.

Bernd Marsch

Bernd is the founder of 3be audio. He is a graduate engineer in system dynamics and control with a long time career in process engineering. Music has always been his passion, and now he is in the fortunate position to pump up the volume with professional excuse.

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